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Hotline für Privatpatienten

Früherkennung Lungenkrebs

Lungenscreening

Lungenkrebs im Frühstadium erkennen, bevor Symptome auftreten – ambulant, ohne Kontrastmittel, jetzt auch als gesetzliche Kassenleistung für Risikogruppen.

Grundlagen

Was ist ein Lungenscreening?

Das Lungenscreening (auch CT-Lungenscreening oder Lungenkrebsscreening) ist eine Röntgenuntersuchung mit sehr geringer Strahlendosis – das sogenannte Niedrigdosis-CT (LDCT). In wenigen Minuten werden hochauflösende Bilder der gesamten Lunge aufgenommen, ohne Kontrastmittel und ohne Vorbereitung.

Ziel ist die Früherkennung von Lungenkrebs bei Hochrisikopatienten – also Menschen, die über viele Jahre geraucht haben. Im Frühstadium entdeckter Lungenkrebs ist wesentlich besser behandelbar als im fortgeschrittenen Stadium. Studien zeigen eine deutliche Senkung der Lungenkrebssterblichkeit durch regelmäßiges Screening.

Neu seit 2025: Der Gemeinsame Bundesausschuss (GBA) hat das Lungenscreening als gesetzliche Kassenleistung beschlossen. Berechtigte Versicherte zahlen nichts dazu. (Das Lungenscreening ist international seit Jahren etabliert – in den USA ist es seit 2013 empfohlen.)

Anspruch & Risikogruppe

Wer hat Anspruch auf das Lungenscreening?

Die gesetzliche Kassenleistung gilt für Versicherte, die bestimmte Risikokriterien erfüllen. Prüfen Sie, ob Sie berechtigt sind.

Was sind Packungsjahre?

Ein Packungsjahr entspricht dem Rauchen von einer Schachtel Zigaretten (20 Stück) täglich über ein Jahr. Beispiel: 10 Zigaretten täglich über 40 Jahre = 20 Packungsjahre. Sie können die Packungsjahre mit Ihrem Hausarzt oder direkt bei uns berechnen.

Aktive Raucher zwischen 50-75 Jahren
  • Mindestens 20 Packungsjahre (z. B. 1 Schachtel täglich × 20 Jahre)
  • Keine schwere Begleiterkrankung, die eine Behandlung ausschließt
Ex-Raucher (GKV-Versicherte zwischen 50 und 75 Jahren)
  • Rauchstopp vor weniger als 15 Jahren
  • Mindestens 20 Packungsjahre in der Vergangenheit
  • Anspruch bleibt auch nach dem Aufhören bestehen
Privatversicherte & Selbstzahler
  • Auch ohne GKV-Anspruch oder bei abweichenden Kriterien ist das Lungenscreening als individuelle Gesundheitsleistung (IGeL) möglich – ohne Überweisung.

Wirksamkeit & Studienlage

Was bringt ein Lungenscreening wirklich?

Die Datenlage ist eindeutig: Die NLST-Studie (USA) und die NELSON-Studie (Europa) zeigen, dass regelmäßiges CT-Lungenscreening die Sterblichkeit durch Lungenkrebs um 20–26 % senkt.

Der entscheidende Vorteil: Im Frühstadium (Stadium I) hat Lungenkrebs eine 5-Jahres-Überlebensrate von über 70 %. Im fortgeschrittenen Stadium sinkt sie auf unter 10 %. Früherkennung rettet Leben.

Hinweis: Das Screening findet auffällige Lungenknötchen – die meisten sind gutartig. Bei einem auffälligen Befund bedeutet das nicht automatisch Krebs.

FAQ

Häufige Fragen zum Lungenscreening

Für berechtigte GKV-Versicherte ist das Lungenscreening seit 2025 eine Kassenleistung – ohne Zuzahlung.

  • Kostenlos bei Anspruch

    Wenn Sie die GBA-Kriterien erfüllen (Raucher oder Ex-Raucher, 50–75 Jahre, ≥ 20 Packungsjahre), übernimmt Ihre Krankenkasse die Kosten vollständig. Eine Überweisung ist nicht zwingend erforderlich – wir klären das direkt in der Praxis.

  • IGeL-Leistung verfügbar

    Auch ohne GKV-Anspruch können Sie das Lungenscreening als Selbstzahler erhalten. Die Kosten richten sich nach GOÄ und dem Umfang der Befundung. Bitte kontaktieren Sie uns für ein individuelles Angebot.

Bereit für den nächsten Schritt
  • Termin finden, einfach und schnell
  • Klarheit bekommen, sicher begleitet